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HYBRID-Composite geht in Serie.

Zwischen Patent und Serienfertigung liegen Jahre an Prozessentwicklung. Unsere patentierte Composite-Technologie hat diesen Schritt geschafft – mit deutlich reduziertem Modulgewicht bei gleicher Leistung. Was das für Dächer bedeutet, die klassische Glasmodule nicht tragen.

Composite-Photovoltaikmodul in der Fertigung
Technologie5 Min. Lesezeitdas.kraftwerk

Ein Patent beschreibt, dass etwas funktionieren kann. Serienfertigung beweist, dass es reproduzierbar funktioniert – bei jedem Modul, über Jahre, unter Witterung. Zwischen diesen beiden Punkten liegt der eigentliche Entwicklungsaufwand.

Das Gewicht ist der limitierende Faktor

Bei einem großen Teil der Bestandsdächer in Österreich scheitert eine Photovoltaikanlage nicht an der Fläche, nicht am Netzanschluss und nicht an der Wirtschaftlichkeit, sondern an der Tragreserve. Ein klassisches Glas-Glas-Modul samt Unterkonstruktion und Ballastierung bringt Lasten auf die Konstruktion, die eine ältere Halle oder ein Leichtdach nicht mehr aufnimmt.

Die übliche Antwort darauf ist eine Verstärkung der Konstruktion. Das ist technisch möglich, verändert aber die Wirtschaftlichkeit des Projekts grundlegend – und ist im laufenden Betrieb oft gar nicht umsetzbar.

Nicht jedes Dach braucht eine stärkere Konstruktion. Manche brauchen einfach ein leichteres Modul.

Was den Aufbau unterscheidet

Unser HYBRID-Composite ersetzt das Frontglas durch einen mehrlagigen Verbundaufbau. Die tragende Funktion übernimmt dabei nicht mehr eine einzelne Scheibe, sondern das Zusammenspiel der Lagen. Das reduziert das Flächengewicht deutlich, ohne die Zellleistung zu verändern – die elektrische Seite bleibt Standard.

Der schwierige Teil war nicht der Aufbau selbst, sondern die Prozessführung: Laminationsprofil, Kantenabschluss und Anbindung müssen über Temperaturwechsel und Jahre hinweg stabil bleiben. Genau das war der Gegenstand der Serienentwicklung.

Wo die Technologie ihren Nutzen ausspielt

  • Bestandsdächer mit geringer statischer Reserve, bei denen eine Verstärkung nicht wirtschaftlich ist
  • Leichtbau- und Trapezblechdächer im Industrie- und Gewerbebau
  • Denkmalgeschützte oder gestalterisch sensible Flächen mit Anforderungen an Farbe und Oberfläche
  • Fassadenflächen, bei denen Gewicht und Befestigungsraster begrenzt sind
  • Sonderformate, die sich mit Standardmodulen nicht sinnvoll belegen lassen

Vom Muster zur Losgröße

Serienfertigung bedeutet in der Praxis: gleiche Prozessparameter, dokumentierte Chargen, wiederholbare Prüfergebnisse. Jedes Modul durchläuft die elektrische Prüfung und eine Sichtkontrolle des Verbunds; die Prozessdaten bleiben der Charge zugeordnet. Das ist die Voraussetzung dafür, dass eine Gewährleistung über die Anlagenlebensdauer überhaupt belastbar ist.

Für Projekte heißt das: Sonderformate sind keine Einzelanfertigung mehr mit entsprechendem Preis- und Terminrisiko, sondern eine Variante innerhalb einer laufenden Fertigung.

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